Dienstag, 4. März 2014
Internetrecht
„Das Recht geht mit dem Wandel der Zeit einher“
Ein paar Gedanken zum Thema Internetrecht
Ohne das Internet läuft heutzutage garnichts mehr, weder im privaten Leben, noch in der Arbeitswelt. Heutzutage wird ein Geschäft nicht mehr im persönlichen Kontaklt, sondern online geschlossen. E-Mails ersetzen Briefe und Freunde werden statt in Cafes oder Restaurants in social networks getroffen. Ach und Zeitungen sind auch sowas von gestern, denn die aktuellsten Nachrichten stehen noch bevor sie abgedruckt werden können im Internet. Das Internet bestimmt immer stärker unser Leben. Doch je mächtiger es wird, desto wichtig ist es, das es Gesetze gibt die das Verhalten im Internet regelmentieren.
Je mehr sich online abspielt, desto mehr bedeutung wird dem Internetrecht beigemessen. Dabei handelt es sich übrigens um ein äußerst modernes Rechtsgebiet, das sich unter anderem aus den Schnittstellen, Medienrecht und Telekommunikationsrecht, zusammensetzt. Das Medienrecht bezieht sich auf den Inhalt und das Telekommunikationsrecht befasst sich mit dem technischen Aspekt. Doch eine feste Definition darüber, was Internetrecht genau ist, ist noch nicht gegeben. Noch nicht. „Durch die Ausbreitung des Internets und der täglich neuen Möglichkeiten wird auch das Recht täglich aufs Neue geprüft. In vielen Bereichen gab es bis vor kurzer Zeit keine gefestigte Rechtsprechung, auf die zurückgegriffen werden konnte. Das Recht geht mit dem Wandel der Zeit einher“, erklärt Björn Wrase, Anwalt für Internetrecht. Er ist einer der stetig wachsenden Masse von Anwälten, die sich auf das Thema Internetrecht spezialisieren. Das ist äußerst wichtig, denn Betrüger gibt es überall. Auch im World Wide Web. Dort werden zum Beispiel immer wieder Persönlichkeits- und Urheberrechte verletzt.
Mit den Do’s und Don’ts des Internets sollten sich aber nicht nur Geschäftsleute beschäftigen. Das Thema betrifft schließlich jeden, der im Internet surft. Beispielsweise in sozialen Netzwerken wie Facebook: Hier werden stündlich Tausende Fotos und Videos upgeloaded und mit der ganzen Welt geteilt. Doch nicht immer ist derjenige, der das Bild hoch lädt, auch der Fotograf. Immer wieder findet man beim Surfen Fotos, die einem gefallen und die man gerne seinen Freunden zeigen möchte. Das kann ein süßes Hundebild sein oder eines der berühmten "Fail-Videos". Ein Rechtsklick genügt und schon kann das Bild auf dem eigenen Rechner gespeichert und im Anschluss geteilt werden. Den Namen des Fotografen geben die wenigsten an. Das nun aber wegen Urheberrechtsverletzung eine unangenehme Abmahnung ins Haus flattern könnte, bleibt aber meistens unbeachtet. Das ist schade, denn so sinkt der Wert der Bilder oder Videos. Der Fotograf, der sich Gedanken gemacht und ein Motiv vielleicht kunstvoll arrangiert hat, wird unwichtig und bleibt nach dem teilen für jeden der das Bild sieht unbekannt. Er spielt plötzlich keine Rolle mehr.
Aber nicht nur Rechte an Bildern werden ständig missachtet. Auch Kinofilme oder andere Videos betreffend sind Internetnutzer unachtsam wenn es um die Einhaltung des Urheberrechts geht. So werden Videos und Songs via Filesharing mit nutzern auf der ganzen Welt geteilt, ohne das die Urheberrechte beachtet werden. In solchen Fällen drohen immer wieder kostspielige Mahnungen, denn es gibt zahlreiche Anwälte, die sich nur darauf spezialisiert haben, Massenabmahnungen zu verschicken und so Geld zu kassieren. Die Affäre um die, an Benutzer der Plattform Redtube geschickten, Abmahnungen, dominierten vor kurzem die Medien und sorgten für laute Entrüstung.